Laptop mit markierter verdächtiger E-Mail und symbolischem Angelhaken
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IT-Sicherheit

Phishing-Mails erkennen: 10 Merkmale, die Sie kennen sollten

Die meisten erfolgreichen Angriffe auf Unternehmen und Privatleute beginnen mit einer E-Mail. Mit diesen zehn Merkmalen erkennen Sie gefälschte Nachrichten, bevor Schaden entsteht.

Von Michael Obert  |  Aktualisiert am 15.10.2026  |  5 Min. Lesezeit

Die goldene Regel

Phishing-Mails erkennen Sie an Zeitdruck, unpassender Absenderadresse, Links mit fremdem Ziel, unerwarteten Rechnungen, Aufforderungen zur Eingabe von Zugangsdaten, ungewöhnlichen Anhängen, geänderten Bankverbindungen und QR-Codes. Wenn eine Mail Druck macht und nach Daten, Geld oder einem Klick fragt, reagieren Sie nie über die Mail, sondern kontaktieren den Absender auf einem bekannten Weg.

Die 10 Merkmale

  1. Druck und Dringlichkeit: „Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt.“
  2. Absenderadresse passt nicht: Der Name sagt „Sparkasse“, die Adresse dahinter ist eine beliebige Domain. Auf dem Handy immer auf den Absender tippen.
  3. Links führen woanders hin: Mit der Maus über den Link fahren, ohne zu klicken, und die Adresse unten im Browser prüfen.
  4. Unerwartete Rechnung oder Mahnung von einem Anbieter, bei dem Sie nichts bestellt haben.
  5. Aufforderung, Zugangsdaten einzugeben, etwa für Microsoft 365, Bank oder Paketdienst.
  6. Anhänge mit ungewöhnlichen Formaten wie ZIP, ISO, HTML oder Office-Dateien mit Aufforderung, Makros zu aktivieren.
  7. Geänderte Bankverbindung: Ein Lieferant teilt per Mail eine neue Kontonummer mit. Immer telefonisch unter der bekannten Nummer bestätigen.
  8. Unpersönliche Anrede oder falsch geschriebener Name, auch wenn KI die Texte heute sehr glaubwürdig macht.
  9. QR-Codes in Mails, die angeblich zu einem Login führen. Sie umgehen Linkprüfungen.
  10. Der „Chef“ braucht dringend Gutscheinkarten oder eine Überweisung und ist gerade nicht erreichbar.
Die goldene Regel

Wenn eine Mail Druck macht und nach Daten, Geld oder einem Klick fragt: nicht über die Mail reagieren, sondern den Absender über einen Ihnen bekannten Weg kontaktieren.

Schon geklickt? Das ist jetzt zu tun

  1. Haben Sie ein Passwort eingegeben: sofort von einem sicheren Gerät aus ändern und Zwei-Faktor-Anmeldung aktivieren.
  2. Haben Sie einen Anhang geöffnet: Gerät vom Netzwerk trennen und den IT-Dienstleister informieren.
  3. Haben Sie Bankdaten eingegeben: Bank anrufen, im Zweifel Karte sperren (Sperr-Notruf 116 116).
  4. Im Unternehmen: Vorfall melden, ohne Schuldzuweisung. Je schneller die IT Bescheid weiß, desto kleiner der Schaden.

Technischer Schutz im Unternehmen

Schulung allein reicht nicht, Technik allein auch nicht. Wirksam ist die Kombination: ein guter Spam- und Phishing-Filter, Zwei-Faktor-Anmeldung, E-Mail-Authentifizierung für die eigene Domain und eine kurze, regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiter. Das gehört bei uns zur IT-Sicherheit.

Selbst testen

Mit unserem kostenlosen E-Mail-Sicherheits-Check sehen Sie in Sekunden, ob Ihre Domain mit SPF, DKIM und DMARC vor gefälschten Absendern geschützt ist.

Michael Obert
Michael ObertGründer von Cybersolve, IT- und E-Commerce-Berater aus Bad Orb

Häufige Fragen zum Thema

Woran erkenne ich eine echte Mail meiner Bank?

Banken fordern nie per Mail zur Eingabe von Zugangsdaten oder TANs auf. Rufen Sie im Zweifel die Website direkt über die Adresszeile oder die Banking-App auf.

Soll ich Phishing-Mails beantworten oder abbestellen?

Nein. Jede Reaktion bestätigt, dass Ihre Adresse aktiv ist. Einfach löschen oder im Unternehmen an die IT melden.

Bieten Sie Phishing-Schulungen für Mitarbeiter an?

Ja, kurz und praxisnah, etwa 45 Minuten vor Ort im Main-Kinzig-Kreis oder online.

Wie sicher ist Ihre IT?

Der kostenlose Sicherheits-Check dauert etwa 60 Minuten. Sie erhalten eine Ampel-Bewertung und die drei wichtigsten Maßnahmen.